Kinder und Eltern, Alt und Jung tauschen die Rollen

Seine Majestät das Kind? Klar, in vielen Familien haben die Kinder den Chefsessel erklommen oder zumindest den Status des gleichberechtigten Partners errungen. Wir erleben damit eine Pervertierung der Rollen, ja eine Umkehrung des Erfahrungs- und Machtgefälles: Das Kind übernimmt das Kommando, die oft allenfalls postpubertären oder postadoleszenten Eltern sind die Bittsteller. Das Kind spürt, dass es seine Liebe zu den Eltern an Bedingungen knüpfen kann. Eltern fordern keinen Respekt mehr ein, weil sie geliebt werden und keine Autoritäten sein wollen. Erziehung ist zu einer Sache der Verhandlung geworden, und der kleine Partner ist oft stärker ist als der vermeintlich große.

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