US-Zuwanderungsreform: Faire Chance – kein Lottosechser

Wer kennt sie nicht. Die oft bemühten Beispiele für erfolgreiche Einwanderungsländer. Wir brauchen das australische Modell. Unser Vorbild ist das kanadische System. In Amerika wäre dies nicht möglich gewesen.

Natürlich wäre es absurd von einem reinen Mythos zu sprechen, jedoch haben leider auch die angelsächsischen Staaten in den letzten Jahrzehnten den einen oder anderen Zahn in der Schärfe des Grenzschutzes eingebüßt. Mit einer der Gründe für die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten. Und neben seinem Erfolg, Teile des Grenzschutzwalles mit Mitteln aus dem Verteidigungsbudgets zu finanzieren, um die illegale Migration einzudämmen, verstärkt seine Regierung die Bemühungen, die legale Zuwanderung wieder an den Bedürfnissen der Nation und des amerikanischen Volkes auszurichten.

Zukünftig soll sich die Vergabe der „Green Card“ wieder stärker an den Möglichkeiten des Zuwanderers orientieren. Sprich: Selbsterhaltungsfähigkeit, keine Abhängigkeit von staatlicher Hilfe, keine Abhängigkeit von staatlicher Fürsorge, keine Abhängigkeit von öffentlich-finanzierter Gesundheitsvorsorge. Kurzum: Der Nachweis, auf den eigenen Beinen stehen zu können.

Was wie eine Selbstverständlichkeit klingt, sowohl für Amerika, als auch für Europa, sorgt für Unmut im linken Lager. Es gibt etwa 22 Millionen legale Zuwanderer in den USA. Viele wären von den Verschärfungen betroffen und müssten wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Was wiederum wie eine Selbstverständlichkeit klingt, sowohl für Amerika, als auch für Europa.

Wieder beschwört die Linke den unrichtigen Mythos des multi-kulturellen Utopia, welches das bunte und vielfältige Amerika zu dem gemacht habe, was es sein soll. Sie denken an die Bilder der Afrikaner auf den halblegalen Seenotrettungsschiffen, welche in Jubel ausbrechen, wenn Berlin die Aufnahme erlaubt. Ein Jubel einem Lottosechser gleich. Die Entbehrungen und die Gefahren der Überfahrt sind überwunden. Nun fließen Milch und Honig. Weitere Anstrengungen sind nicht mehr nötig. Man muss lediglich die frustrierenden Berichte der desillusionierten Sprachlehrer lesen. Die Mehrheit will nicht und hält sogar die fleißige Minderheit von Fortschritten ab.

Das Bild, welches vielmehr den Tatsachen des amerikanischen Mythos entspricht, ist jenes der Einwanderer auf den Decks der Schiffe. Den Hafen von New York einlaufend, erblicken sie im sich lichtenden Morgendunst Ellis Island. Darauf thronend Lady Liberty. Das Symbol all der Hoffnungen, Träume und Sehnsüchte einer Zukunft in der Neuen Welt. Eine Zukunft, die Kindern und Enkelkindern eine bessere Welt verspricht. Sie brechen nicht in Jubel aus. Sie sind ergriffen von der Erhabenheit der Symbolik und der Werte, welche die Freiheitsstatue repräsentiert. Sie wissen, dass es sich nicht um einen Lottosechser handelt, sondern um eine faire Chance. Daher spiegelt ihr Blick nicht nur Erwartungen wider, sondern Entschlossenheit. Die Entschlossenheit, diese Chance zu ergreifen. Für die Zukunft der Kinder und Enkelkinder in Amerika.

Wo sind Dankbarkeit, Ergriffenheit und Entschlossenheit in den Augen der meisten Zuwanderer der letzten Jahre, die die Schiffe bestiegen, die Grenzen überschritten und aus den Zügen stiegen? Wo sind Respekt und Ehrfurcht vor der Erhabenheit von Brandenburger Tor, Eiffelturm, Kolosseum und Westminster Palace? Und der Symbolik und den Werten, die sie repräsentieren?

[Autor: G.B. Bild: www.wikipedia.org/Dietmar Rabich Lizenz: CC BY-SA 4.0]

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